Kulturelle Ikonen 2: Rosie the Riveter

Oktober 25, 2006

Der amerikanische Feminismus verdankt Hitler eine seiner wichtigsten Ikonen: Rosie the Riveter (“Rosie die Nieterin”), das Sinnbild für die Frauen, die im Zweiten Weltkrieg in der Industrie arbeiteten. Am bekanntesten ist das Poster We Can Do It! von J. Howard Miller aus dem Jahr 1943, das eine Frau vor einem gelben Hintergrund zeigt. Es gibt inzwischen endlose Abwandlungen davon. Neben dem Poster gab es ein Lied, das den Namen beisteuerte. Von Norman Rockwell, selbst eine Art Ikone, kam ein Gemälde, das die beiden Elemente endgültig zusammenführte.

Hintergrund des Programms war der akute Mangel an Arbeitskräften nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941. Die Regierung rief die Frauen dazu auf, den Platz der Männer an den Fließbändern der Rüstungsindustrie zu übernehmen. Aber es gab Widerstand. Die Regierung begann mit einer Werbekampagne. Das half: Am Ende stellten sich sechs Millionen Frauen an die Bänder.

Zwar gingen die meisten von ihnen nach dem Krieg auch wieder an den Herd zurück, aber die Dinge würden nie so sein wie früher. Die amerikanischen Frauen hatten gelernt, dass sie selbst die härtesten Jobs genauso gut machen konnten wie die Männer. Was für sie aus der Not geboren wurde, sollten ihre Töchter als ein Grundrecht beanspruchen.

(Nach einem Vorschlag von BK, vielen Dank)

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