Vom alten und neuen Boss (und gewissen Werken von The Who)

Januar 3, 2013

Wir beginnen das Jahr mit einem Eintrag über einen Spruch, der sich hoffentlich 2013 nicht bewahrheiten wird. Ausgangspunkt ist eine Überschrift der Technologie-Site Ars Technica, die über ein neues Modell der Chromebox von Samsung berichtet:

Meet Samsung’s new Chromebox, same as the old Chromebox (almost)

Das klingt etwas komisch – lang, vor allem – und ist tatsächlich eine Anspielung auf

Meet the new boss, same as the old boss

Musikfans kennen die Zeile aus dem Lied „Won’t Get Fooled Again“ von The Who. In einigen Überschriften wird es ausgeschrieben. Allerdings ist der Spruch ist in den USA so geläufig, dass man einfach nur meet the new boss sagen kann, und jeder weiß, wie es weitergeht.

Das stellt Übersetzer vor gewisse Probleme, denn in Deutschland kehren neue Besen gut, nicht gleich. Vermutlich ist das ein Grund, warum die Supernatural-Folge „Meet the New Boss“ auf Deutsch zu „Der Zorn Gottes“ wurde.

(Vielleicht haben die Synchronisatoren auch einfach einen furchtbaren Musikgeschmack. Zumindest mit The Who, den Rolling Stones und Pink Floyd scheint man nicht vertraut zu sein: Aus „The Kids are Alright“ wird „Den Kindern geht es gut“, „Sympathy for the Devil“ heißt „Mein Name ist Luzifer“, „Let It Bleed“ mutiert zu „Die Erinnerung“ und — jetzt muss der interessierte Leser ganz tapfer sein — „Dark Side of the Moon“ heißt auf Deutsch „Sonnenfinsternis“.)

Nun gilt wie gesagt hoffentlich nicht meet the new year, same as the old year, schon allein weil das langweilig wäre. So oder so wünschen wir allen interessierten Lesern ein schönes neues Jahr.

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