ZEUGS: Rosa Footballspieler, Grammatik bei Mercedes und die Tea Party gegen Fluoride

Oktober 11, 2011

  • Zu angelsächsischem Humor: Zum Tod von Apple-Mitbegründer Steve Jobs schrieb die Satirezeitung The Onion:

    Steve Jobs, the visionary co-founder of Apple Computers and the only American in the country who had any clue what the fuck he was doing, died Wednesday at the age of 56.

    Einige Leute fanden das dann doch nicht witzig.

  • Zu Humor und Krebs: Die New York Times bespricht Witze über Krebs und entsprechende Filme und Bücher:

    [I]n a world in which people were publishing books with titles like „I’d Rather Do Chemo Than Clean Out the Garage“ and „Not Now … I’m Having a No Hair Day“ …

    Dieser Autor wagt keine Prognose, wie der Film sich in Deutschland machen wird.

  • Zu American Football und Krebs, um das Thema abzuschließen: Wer die NFL in jüngster Zeit verfolgt hat – und wer tut das nicht – wird bei Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Cheerleadern jede Menge Rosa bemerkt haben: Handschuhe, Socken, Münzen, Mützen, Kappen, Puscheln, Stollen und so weiter und so fort. Hintergrund ist die Aktion A Crucial Catch gegen Brustkrebs:

    Throughout October, NFL games will feature players, coaches and referees wearing pink game apparel, on-field pink ribbon stencils, special game balls and pink coins – all to help raise awareness for this important campaign.

    Auch der NFL-Laden macht mit. Für die Online-Medien ist das eine Gelegenheit, Fotostrecken von Cheerleadern [Fotos] in Rosa aufzulegen. Hey, ist für einen guten Zweck …

  • Zu Mais: Die USA verbrauchen jetzt mehr Mais für Treibstoff als für Tierfutter. Die Verwendung bleibt kontrovers — auch Ex-Vizepräsident Al Gore sagt heute, seine Unterstützung für Biotreibstoffe sei ein Fehler gewesen (und politisch motiviert).
  • Zur Marine: Gerüchte über eine Verkleinerung der Flotte: Um Geld zu sparen, soll der Flugzeugträger „USS George Washington“ angeblich früher außer Dienst gestellt werden.

    The Navy would need Congress’ permission to retire the GW early, since this would reduce the Navy’s big deck carrier force to 10 ships and U.S. law mandates an 11-carrier Navy.

    Die Anfrage würde vermutlich erst nach der Wahl im November 2012 gestellt werden. Eine Bestätigung für den Bericht gibt es nicht.

  • Zu Fluoriden im Trinkwasser: In Florida haben Anhänger der Tea-Party-Bewegung zum Entsetzen von Zahnärzten die Beimengung von Fluoriden in das Trinkwasser der Gemeinde Pinellas gestoppt. Ihr Argument: Das Verfahren diene dazu, die Bevölkerung zu verdummen; es gebe Parallelen zum Vorgehen der Nazis und Sowjets.

    „Fluoride is a toxic substance,“ said Tea Party activist Tony Caso, the [St. Petersburg] Times reported. „This is all part of an agenda that’s being pushed forth by the so-called globalists in our government … to keep the people stupid so they don’t realize what’s going on.“

    Betroffen sind 700.000 Menschen. Ein Vertreter der Tea-Party-Bewegung auf Bundesebene erklärte, Fluoride seien für die Gruppe kein zentrales Thema und die Aktivisten in Florida kenne er nicht. Der Link verweist auch auf eine gute Info-Grafik zur Verwendung von Fluoriden in den USA.

  • Zum Streit über das Firefly-Poster: Die Universitäts-Leitung ist angesichts der landesweiten Kritik schnell eingeknickt. Von einer Zensur will man weiter nichts wissen. Aber:

    [I]t is clear that the removal of the posters (…) did have the effect of casting doubt on UW-Stout’s dedication to the principles embodied in the First Amendment, especially the ability to express oneself freely.

    Die Erklärung endet mit einem flammenden Bekenntnis zum Schutz der Meinungsfreiheit, natürlich.

  • Zu Englisch in der Werbung: Mercedes macht in den USA mit falscher Grammatik [Video] in einem Werbespot von sich reden: Da Türen zählbar sind, müsste es eigentlich fewer doors und nicht less doors heißen (Merkspruch: less milk, fewer cookies). Bei Grammar Girl versuchen Werbetexter die Verwendung tapfer als „künstlerische Freiheit“ zu verteidigen, aber die allgemeine Reaktion scheint Entsetzen oder Hohn zu sein.
  • Zu Dr. Seuss: Was wäre, wenn der Kinderbuchauthor die Werke von H.P. Lovecraft gezeichnet hätte, genauer The Call of Cthulhu? Und wissen überhaupt alle interessierten Leser, wer Lovecraft war, geschweige denn Cthulhu?
  • Zu Missouri: Aber Greg Bear muss man eigentlich kennen. In seinem Roman Eon verwendet er auch das Bild:

    And the most careful introduction to the Stone didn’t prevent the cycle. Here, everyone came from Missouri. Everyone had to be shown first.

    Eon harrt noch der Verfilmung, ähnlich wie Rama von Arthur C. Clarke.

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