ZEUGS: Der Mordanschlag auf Fringe, Happy Christmas und kalte Deutsche

Januar 3, 2011

Alle wieder da? Sehr schön. Wünschen einen guten Rutsch gehabt zu haben. Jetzt zurück zum Ernst des Lebens, denn schreckliche Dinge sind in den letzten Wochen von 2010 passiert!

  • Zur Sendezeit des Todes: Denn Fringe, die beste Sendung im US-Fernsehen seit Buffy, ist von Fox auf Freitagabend verlegt worden. Freitagabend! Auf das Protestgeheul der Fans hat der Sender inzwischen mit einem selbstironischen, morbiden Video [YouTube] geantwortet. Die Kernaussage:

    You may think Friday is dead … but we’re gonna reanimate it.

    Fox betont ausdrücklich, dass man die Serie liebe etc. pp. Die Autoren von Fringe haben auf ihre eigene Art Stellung genommen: Die erste Freitagsfolge am 21. Januar heißt „Firefly“. Fringe-Fans lieferten sofort den passenden Trailer [YouTube]. An einer Abwandlung von qing wa cao de liu mang mit einem Fuchs statt einem Frosch wird bestimmt auch schon gearbeitet.

  • Zum „Krieg gegen Weihnachten“: Der interessierte Leser DKS weist auf einen Unterschied zwischen Briten und Amerikanern hin: Die Amerikaner, die nicht Happy holidays wünschen, sagen Merry Christmas, die Briten aber auch Happy Christmas. Amerikaner müssen dann den Drang unterdrücken, mit einem Merry New Year oder gar Merry Easter zu antworten, so falsch fremd klingt Happy Christmas für sie.
  • Zur Angst der Germanen vor sich bewegender Luft: Dieser Autor versteht es nicht. Den Sommer verbringt er in der S-Bahn mit lauter Leuten, die aus panischer Angst vor einem „Zug“ selbst bei mehr als 35 Grad die Fenster fest verschlossen lassen wollen. Die gleichen – oder möglicherweise sogar dieselben – Deutschen scheinen jedoch völlig unfähig zu sein, im Winter bei Minus zehn Grad und kälter die Türen der S-Bahn zu schließen, obwohl so endlose Menge wirklich eiskalter Luft hineinströmt. Hallo? Es steht sogar ein Schild [Foto] neben der Tür!
  • Zu fehlenden Notfallausrüstungen: Der Blogger Rob Frost von One Straw lebt in Wisconsin und macht es richtig:

    I leave with plenty of time, wearing enough fleece line gore tex and merino wool that I could have walked the 20 miles to work if I had to. And in case I do need to, I put snow shoes, flashlights and some food in the car. My wife hands me some water as I walk out the door. I fill the gas tank and put a heavy winter camping sleeping bad [sic, „bag“] in the car in case I bin it and it takes a while for help to arrive.

    Dieser Autor hat von der Schönsten Germanin Santa Claus einen Leatherman Multi-Tool bekommt und ist damit natürlich gegen alles gewappnet.

  • Zu Rosie the Riveter: Die Frau, die als Inspiration diente, ist tot.
  • Zu Hispanics: Die ersten Ergebnisse der Volkszählung 2010 sind eingelaufen. Unter anderem zeigen sie, wie dramatisch Zahl der Hispanics zugenommen hat. Beispiel Maryland:

    Reports suggest that Hispanics make up about 7% of the population, but account for about 40% of population growth since 2000.

    Ein anderes Ergebnis steht auch schon fest: Wegen der Bevölkerungsverschiebung erhält Texas vier weitere Sitze im Repräsentantenhaus. Insgesamt hat die US-Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahre um fast zehn Prozent zugenommen.

  • Zu höflichen Angelsachsen: Ein Nachtrag zum Fantasy Filmfest 2009: Die wahre Bedeutung der Einschätzung nice erschließt sich dem Horrorfan zwanglos bei Trick ‚r Treat, als „Rotkäppchen“ Anna Paquin (bekannt aus True Blood) von ihrer „großen Schwester“ ein Verabredung aufgeschwatzt bekommen soll:

    Big Sister: He’s really, really nice.
    Anna Paquin: So he’s hideous.
    Big Sister: Just get your ass over here. Beggars can’t be choosers.

    Die Szene ist etwa 39 Minute ab Anfang. Den Film kann man natürlich zu Halloween gucken, aber bitte nur wenn keine Kinder in der Nähe sind. Und auch nicht die Schönste Germanin.

[Korrigiert 4. Jan 2010: Stellt klar, dass Briten auch Merry Christmas sagen. Zuerst gesehen von DKS, vielen Dank]

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