ZEUGS: Riesenroboter des Todes, Obama-Zielscheiben und Kleinsthäuser-Videos

August 12, 2010

Ein kurzer Hinweis: Dieses Blog wird in den kommenden zwei Monaten etwas vor sich hinstottern, weil gleich zwei Pausen anstehen: Wie jedes Jahr zum Fantasy Filmfest in Berlin und (wie schon vor Monaten angekündigt) nach der Veröffentlichung von Civilization V Ende September. Dieser Autor wird dann Anfang Oktober berichten, ob Firaxis wieder Anspielungen für Amis eingebaut hat. Erstmal haben sie Spaß mit Godzilla:

[H]umanity’s fate will be decided by a climactic battle between armies of good and evil Giant Death Robots in the streets of downtown Tokyo (assuming that the giant radioactive monsters don’t get us first.)

Die Riesenroboter des Todes kennen wir aus Buffy Staffel 8 [PNG], daher no worries. Bis dahin werden wir die letzten Sommertage mit Einträge zum Garten füllen.

  • Zu Satzzeichen: Moment, wir müssen doch auf die Riesenroboter des Todes eingehen. Schaut man sich die Ankündigung genauer an, fällt auf, dass in der Überschrift hinter jedem Wort ein Punkt gesetzt wurde:

    GIANT. DEATH. ROBOT.

    Das sind jetzt nicht einzelne Wörter im Sinne von „Ein Riese. Der Tod. Ein Roboter.“, sondern soll die Betonung jedes einzelnen Wortes signalisieren. Mit Ausrufezeichen wird es deutlicher (This! is! Sparta!), aber nicht weniger nervig, denn zumindest im Internet sieht man es inzwischen überall.

  • Zu den Gartenpiraten: Sollte der interessierte Leser in diesen Wochen an verdächtigen Stellen Sonnenblumen sehen, könnte das an diesen Leuten liegen. Die Bilder von den Ergebnissen des „International Sunflower Guerrilla Gardening Day 2010“ findet man im laufenden Blog von Richard Reynolds (der übrigens jüngst in Essen war). Was dieser Autor beim ursprünglichen Eintrag übersehen hatte: Es gibt auch ein Diskussionsforum für Deutschland.
  • Zu amerikanischen Häusern: Wir hatten im Vorbeigehen auf die Small House Movement als Öko-Bewegung hingewiesen. Der Sender PBS hat einen kurzen Bericht [Video] dazu verfasst, aufgezogen am Beispiel von Dee Williams. Sie hat ihr 7,8 Quadratmeter großes Haus selbst gebaut:

    I glued my hair to the house accidentally one time.

    Bauzeit drei Monate, Kosten 10.000 Dollar. Der Bericht geht auch darauf ein, warum die Nachfrage nach solchen Häusern steigt: Die Wirtschaftskrise.

  • Zu amerikanischen Häusern, etwas technischer: Im PBS-Video ist zu sehen, wie der Holz-Rahmen für eine Wand aufgestellt wird. Dabei wird nicht wirklich deutlich, wie schnell, billig und einfach das mit der Rahmenbauweise [YouTube] gehen kann, besonders, wenn man eine nail gun benutzt. Die Lieblingsstelle dieses Autors:

    Lift the wall into place. You may want help with this step. Walls can be heavy.

    Sowas trägt natürlich keine Hängematte. Wir sollten nochmal betonen, dass nicht nur die Amerikaner Holz als Baumaterial lieben. Mit vorgefertigten Teilen errichten die Japaner ein zweistöckiges Holzhaus an einem Tag [YouTube]. Vermutlich kämpfen die Riesenroboter des Todes deswegen lieber in Tokio als in Berlin: Herumfliegende Trümmerteile aus Holz zerkratzen den Lack nicht so stark.

  • Zum Energieverbrauch: Der Christian Science Monitor befasst sich mit den geschätzten 750.000 US-Haushalten, die inzwischen off the grid sind, also ihren eigenen Strom, ihr eigenes Gas und Wasser bereitstellen.

    Mr. [Nick] Rosen estimates that the number of people living off the grid in the US is growing by about 10 percent per year.

    Der Bericht geht auch auf die damit verbundenen Kosten ein, die doch ziemlich happig sind: Davon kaufen sich andere Leute gleich zehn Kleinsthäuser.

  • Zum Krieg gegen Japan: Der Jahrestag der dritten Atombombe (also eigentlich der vierten) fällt dieses Jahr in die Filmfestpause.
  • Zum Schulsystem: Eine neue Studie macht ausgerechnet das Gleichheitszeichen für die schlechten Mathe-Leistungen von amerikanischen Schülern im internationalen Vergleich mitverantwortlich.
  • Zur Meinungsfreiheit: Das Magazin Slate widmet sich der Frage, ob das Gesicht des Präsidenten als Zielscheibe benutzt werden darf:

    Absolutely. The First Amendment protects the right to free expression, which includes the right to shoot, burn, or in any way destroy an image of anyone including the president as long you’re not posing a „credible threat.“

    Man beachte das Foto für den Eigengebrauch – das ist Service für den Leser! Der Artikel bietet noch etwas geschichtlichen Hintergrund und erklärt, was alles mit Puppen von George Washington und Abraham Lincoln gemacht wurde. Schön ist auch der dort verlinkte Bericht über die brennenden Hosen von Präsident George W. Bush – das hätten wir in den Eintrag über die angebliche Zensur des Pink-Liedes einbauen sollen.

[Hinweis auf PBS-Bericht gefunden über Rowdy Kittens]

[Korrigiert 12. Aug 2010: „Anführungszeichen“ waren natürlich „Ausrufezeichen“, zuerst gesehen von GC, vielen Dank]

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