ZEUGS: Lob für Bin Laden, Shakespeare-Katzen und Hitlers Empörung

Februar 13, 2010

Der Superbowl vor einer Woche war in den USA die meistgesehene TV-Sendung aller Zeiten, und das natürlich völlig zurecht. Ein äußerst spannender Kampf zwischen einer Mannschaft mit wunderbarer Technik und einer mit viel Herz, bei dem sich die Führung sich immer wieder abgewechselt hat. Ach, und die Richtigen haben gewonnen. Was will man mehr?

Eine Ausstrahlung in HD natürlich. Aber die ARD arbeitet angeblich daran.

Zurück ins Berliner Umland: Parallel zum Schnee haben sich hier große Mengen von Zeugs-Einträgen angehäuft, daher wird es in den kommenden Wochen mehr davon geben.

  • Zu Kyoto-Protokoll: Trotz aller Bemühungen auch dieses Blogs scheint die Vorstellung unausrottbar, dass Präsident George W. Bush für die Ablehnung des Klimaprotokolls verantwortlich ist. Die Leute sollen sich alle Mal ein Beispiel an Al-Kaida-Chef Osama bin Laden nehmen, der es begriffen hat (Hervorhebung hinzugefügt):

    Bush Junior, however, and the Congress before him, rejected this pact to appease the giant corporations.

    Wer ein Top-Terrorist sein will, muss halt die Fakten kennen. Sonst kommt man nie in den Evil League of Evil.

  • Zum do as I say: Wenn man einmal angefangen hat, passende Situationen zu suchen, kann man kaum aufhören. Präsident Barack Obama hat in seiner ersten Rede zur Lage der Nation gefordert, dass Lobbyisten alle Kontakte mit Regierungs- oder Kongressmitgliedern offenlegen müssen. Na fein, schreibt die Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation (EFF), denn wir klagen gerade, um solche Informationen zu bekommen, und die Regierung wehrt sich mit Händen und Füßen. Wie könnte also die Antwort des Präsidenten lauten? Genau.
  • Zu alten Sprachformen: Die LOLcats haben eine Shakespeare-Version mit den üblichen Fehlern veröffentlicht (Hervorhebung hinzugefügt):

    Shakespeare Kitten dost not approve of thou foul grammar

    Allerdings deutet natürlich der Inhalt darauf hin, dass es absichtlich ist.

  • Zum Energieverbrauch in den USA, oder genauer, zum Energiemix: Im Forbes-Blog vergleicht Robert Rapier die Preise für Energieträger in Amerika und kommt zum folgenden Schluss:

    It isn’t difficult then to see why wood pellets have a difficult market in North America. For people with access to natural gas, the lower price and convenience of natural gas is compelling. In Europe, a combination of taxes and supply insecurity has resulted in high natural gas prices, so wood pellets are more competitive there.

    Nicht vergessen, mit corn ist Mais gemeint. In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass in der Liste Erdwärme fehlt.

  • Zu Nazi als Alltagsbegriff, erstens: In Kalifornien gibt es, nun, umfangreiche Regeln, was die Überprüfung des Reifendrucks angeht (was dabei helfen soll, Benzin zu sparen). Wie nennt man dann die dazugehörigen Bürokraten? Tire Nazis.
  • Zu Nazi als Alltagsbegriff, zweitens: Die Untergang-Persiflage „Downfall of Grammar“ [YouTube] ist nach Ansicht dieses Autors die handwerklich beste der ganzen Serie, denn sie schafft es, Hitler als den einzigen Normalen in einer Gruppe von Irren darzustellen, was aus offensichtlichen Gründen nicht wirklich einfach ist:

    We are fighting a goddamned war here, and all they can think about is correcting my grammar?

    Es sollte nochmal betont werden, dass man im Englischen selbstverständlich Präpositionen ans Ende setzen darf. Also, meistens.

  • Zu Nazi als Alltagsbegriff, drittens und zum Abschluss des Themas, denn irgendwann reicht es: Was hält eigentlich Hitler davon, dass die Amis diese ganzen Nazi-Formen benutzen? Nun, er ist fürchterlich empört [YouTube]:

    I have had it with these Americans. If they cannot tell the difference between a genocidal maniac and those fucking teabaggers, they can all go to hell.

    Da werden wir wohl auf Bin-Laden-Videos umsteigen müssen.

[Reifen-Nazis gefunden über Instapundit.]

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