Dinge, die in der Nacht bumms machen

Januar 11, 2009

Schauen wir uns die Liste der Auszeichnungen für Left 4 Dead an. Bei Best Use of Sound finden wir (Hervorhebung hinzugefügt):

There are things that go bump in the night, and those things are contained within Valve’s zombie-killing shooter.

Die Sache mit dem Bumms in der Nacht – keine anzüglichen Witze, bitte – finden wir im Englischen ständig. Besuchen wir zum Beispiel das Buffy-Archiv des BBC. Dort erklärt eine Slayerin im Jahr 1952:

I mean, these days how scary are things that go bump in the night when any minute everything might go boom-lights out, permanently? Ask me, an atomic war’s a hell of a lot more terrifying than any apocalypse the undead can drum up.

Ah, die naive Zeit des Kalten Kriegs, als man noch Atombomben mehr fürchtete als Zombies.

Der Spruch soll auf ein altes schottisches Gebet zurückgehen:

From ghoulies and ghosties
And long-leggedy beasties
And things that go bump in the night,
Good Lord, deliver us!

Ghouls (dt. Ghul) sind Monster, die Leichen fressen. Cineasten erkennen sofort die tiefere Verbindung zu Left 4 Dead: Das war die Bezeichnung für die Monster in Night of the Living Dead (1968) von George Romero, der Film, aus dem der moderne, Nicht-Voodoo-Zombie hervorging. Das Z-Wort kommt in dem Film nicht vor und wurde erst später gebräuchlich.

Ghuls stammen ursprünglich aus dem arabischen Raum – siehe Tausend und eine Nacht – und schlichen von dort aus nach Europa und später Amerika. In Deutschland scheinen sie eher selten zu sein. Die Situation ist damit ähnlich wie bei den Trollen.

Was wohl der Grund ist, warum es Nachts in Deutschland so leise ist – wäre da nicht Kind Nummer Zwei, versteht sich.

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