Kurz erklärt: Sprünge von toten Katzen

Oktober 24, 2008

Gut, einen haben wir noch diese Woche, obwohl dieser Autor bei Anathem erst auf Seite 573 ist. Es geht um einen Begriff, den man im Moment ständig bei Diskussionen über die Umfrage-Ergebnisse zur Präsidentenwahl findet, ob bei den Demokraten oder den Republikanern: a dead cat bounce.

Damit wird eine plötzliche, kurzzeitige Verbesserung der Werte bezeichnet, die weniger mit der grundsätzlichen Beliebtheit zu tun haben soll, sondern mehr mit technischen Gründen. Selbst eine tote Katze, so das Bild, springt etwas zurück – prallt also hoch – wenn sie aus genügend großer Höhe fällt.

Der Begriff kommt aus der Börsenwelt und soll in der Presse zuerst von Chris Sherwell in der Financial Times vom 7. Dezember 1985 benutzt worden sein. Hier ist der Mechanismus leichter zu verstehen: Wenn eine Aktie sehr schnell sehr tief fällt, finden sich Leute, die das als Kaufgelegenheit sehen. Der Kurs geht deswegen gegen den Trend erstmal ein kleines Stück wieder in die Höhe.

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