Ein kurzer Eintrag zu Umfragen

Oktober 22, 2008

Dieser Autor ist bei Anathem auf Seite 409 von 937. Sie haben gerade herausgefunden, wo der Atommüll lagert und was die Lichter sind. Es ist spannend.

Daher werden wir für den Rest der Woche nur einige mahnende Bemerkung zu der gängigen Umfrage-Manie machen:

  1. Amerikaner hassen Umfragen. Nur die Hälfte der Befragten ist überhaupt bereit, solche Fragen zu beantworten. Schon deswegen sollte man sich nicht zu sehr auf sie verlassen.
  2. Die Existenz des Bradley-Effekts – weiße Amerikaner sagen nicht, dass sie nicht für einen Schwarzen wählen – war schon bei Bradley umstritten. Ob es ihn heute gibt, ist noch unsicherer:

    Harvard researcher Daniel Hopkins, after examining dozens of races involving black candidates, reported this year, at a meeting of the Society of Political Methodology, that he’d found no examples of the „Bradley Effect“ since 1996.

    Das ist der Grund, warum wir ihn hier nicht besprechen werden, außer er tritt am 4. November nachweislich auf.

  3. Umfragen haben Fehlerquoten. Wenn der Abstand zwischen zwei Kandidaten zum Beispiel ein Prozent beträgt, aber die Fehlerquote bei drei Prozent liegt, ist der Unterschied nicht relevant. Diese Tatsache überfordert einige Journalisten. Daher sollte man immer, wenn irgendwie möglich, sich die Originalzahlen anschauen.
  4. Zurück zu Diax’s Rake, in dieser Welt besser bekannt als Ockhams Rasiermesser.

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