Das Zombie-iBook und andere übertriebene Todesberichte

September 24, 2007

Es ist gut, einen Apple zu haben. Zwar stürzt das iBook weiter nach höchstens zehn Minuten unter der grafischen Oberfläche ab. Aber wenn man beim Einloggen statt seines Namens >console eingibt, kommt man in den Konsolen-Modus, wo man Zugang zu den Unix-Eingeweiden von OS X hat. Dort leben gute alte Bekannte des Autors wie vim, die sich von so etwas trivalem wie einem kaputten Logicboard nicht unterkriegen lassen.

Da praktisch nur die CLI-Werkzeuge funktionieren, hat das iBook jetzt etwas von einem Zombie. Aber man kann darauf schreiben, ihn über ssh und unison mit dem iMac synchronisieren und er schlummert ein, wenn man den Deckel zumacht. Wie der Architekt zu Neo sagte: There are levels of survival we are prepared to accept. Für einige Wochen zumindest.

Wir wollen hier aber auch andere Zitate bieten als nur eines von einem Film, den es nie hätte geben sollen. Wie das iBook wurde Mark Twain vorzeitig für tot gehalten, im Mai 1897. Zu der Verwechselung mit seinem Cousin James Ross Clemens sagte er:

The report of my death was an exaggeration.

Im Laufe der Zeit wurde aus dem Zitat der allgemein unter Angelsachsen bekannte Satz:

The reports of my death are greatly exaggerated.

Das war das erste Mal, dass man den Schriftsteller für tot erklärte. Im Mai 1907 spekulierte dann die „New York Times“, dass er Opfer eines Schiffsunglücks geworden sein könnte. Darauf schrieb Twain:

[I] will make an exhaustive investigation of this report that I have been lost at sea. If there is any foundation for the report, I will at once apprise the anxious public. I sincerely hope that there is no foundation for the report, and I also hope that judgment will be suspended until I ascertain the true state of affairs.

Twain starb schließlich und endgültig am 21. April 1910. Zumindest haben sie ihn anschließend beigesetzt.

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