Kurz erklärt: Astroturfing

Dezember 15, 2006

In einem Staat mit einer direkten Demokratie wie den USA kommt Bürgerbewegungen – grass-root movements – eine besondere Bedeutung zu: Sie können sehr schnell sehr viel bewegen. Das macht sie aber auch für Lobbyisten und PR-Leute interessanter. Daher gibt es regelmäßig Versuche, solche Bewegungen künstlich anzustoßen oder komplett zu fälschen. In Anlehnung an die „Graswurzelbewegung“ spricht man von einer „Kunstrasenbewegung“, auf Englisch astroturfing nach der bekanntesten Marke, AstroTurf.

Kunstrasen wird übrigens beim American Football nicht mehr verwendet, seit 2005 nicht mehr. Der Streit darüber, ob es wirklich mehr Verletzungen gab oder nicht, war am Ende gar nicht Ausschlag gebend: Schlamm ist einfach schöner.

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