Wie war das jetzt mit Lieberman nochmal?

November 8, 2006

Wir werden uns an der allgemeinen Nachrichtenflut über die US-Wahl nur in so fern beteiligen, als dass wir uns den Ausgang eines Rennens anschauen, das wir angesprochen hatten: Der Kampf um einen der zwei Senatssitze in Connecticut.

Was bisher geschah: Die Demokraten hatten bei den Vorwahlen den Veteranen Joe Lieberman den Laufpass gegeben und stattdessen Ned Lamont zu ihrem offiziellen Kandidaten gemacht. Lieberman war empört und hat das nicht akzeptiert und ließ sich als Unabhängiger aufstellen.

Und er hat, wie wir jetzt wissen, gewonnen.

Was sagt uns das? Erstmal dass das System der Vorwahlen auch nicht perfekt ist. Die Demokraten haben schlicht auf das falsche Pferd gesetzt. Es zeigt uns aber auch, wie wenig Macht die Parteien in einem System haben, wo die Kandidaten direkt gewählt werden: Auch wenn Lieberman weder unbekannt noch arm ist, er musste sich gegen die Wahlkampfmaschinen beider Parteien durchsetzen.

Nicht nur Lamont dürfte da ein langes Gesicht machen.

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