Archive for the 'Zeugs' Category

ZEUGS: Nackte Deutsche, fehlende Fragezeichen und geheime Eichhörnchen

April 17, 2014

Es hat sich in den vergangenen zwei Wochen einiges angesammelt, daher ein extra-langes Zeugs mit einer extra-kurzen Einleitung.

  • Zur Demokratie in den USA: Der interessierte Leser wird es an anderer Stelle – Slashdot zum Beispiel — vermutlich schon gesehen haben, aber der Vollständigkeit halber verweisen wir auf eine Studie [PDF] mit dem Titel Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens die im Herbst in “Perspectives on Politics” erscheinen soll und im Netz jetzt schon für Aufregung sorgt.

    Multivariate analysis indicates that economic elites and organized groups representing business interests have substantial independent impacts on U.S. government policy, while average citizens and mass-based interest groups have little or no independent influence.

    Oder, wie es sonst zusammengefasst wird: Die USA sind demnach keine Demokratie, sondern eine Oligarchie. Die Autoren selbst weisen darauf hin, dass frühere Studien das Gegenteil gezeigt haben.

  • Zu Einkommensunterschieden in den USA, wenn wir schon bei
    düsteren Bildern sind: Die sind so Extrem wie seit den 20er Jahren nicht mehr, berichtet der New Yorker mit vielen anschaulichen Grafiken. Mehr noch, die Kluft habe historische Dimensionen:

    Even in terms of income generated by work, Piketty notes, the level of inequality in the United States is “probably higher than in any other society at any time in the past, anywhere in the world.”

    Damit habe sich die Situation verglichen mit Europa umgekehrt — die Neue Welt drohe zur Old Europe des 21. Jahrhundert zu werden.

  • Zu prüden Amerikanern, diesmal aus der umgekehrten Sicht: Der interessierte Leser JS weist auf den Bericht eines Amerikaners hin, der mit den deutschen Konventionen für Nacktheit kämpft:

    Somehow we misunderstood the simple Deutsch dictate, whereby it’s completely acceptable to swim naked outside, and saunas must only be visited nude, but when swimming at an indoor pool in a naked sauna, a bathing suit must always be worn.

    In den Kommentaren finden wir diesen Erklärungsansatz: Germans don’t equate nudity with sexuality.

  • Zur Entwicklung der englischen Sprache: Bei Slate wird darüber diskutiert, ob das Fragezeichen bei rhetorischen Fragen ausstirbt — eine Art im Internet deutlich zu machen, dass man nicht wirklich fragt, was Außerirdische von der Sommerzeit halten. Zum Beispiel.
  • Zu Militärabkürzungen: Quasi als Ergänzung zu unserem Eintrag hat Business Insider eine Liste von Militärslang zusammengestellt, das nur Eingeweihte verstehen. Dieser Autor findet secret squirrel am besten.
  • Zu nicht mehr so religiösen Amerikanern: Eine Studie hat den (Mit-)Schuldigen für die Abkehr der US-Bürger vom Glauben ausgemacht: das Internet, das den Menschen den Kontakt mit anderen Religionen ermöglicht.

    For people living in homogeneous communities, the Internet provides opportunities to find information about people of other religions (and none), and to interact with them personally

    Der Text geht ausführlich auf die Frage ein, ob Korrelation in diesem Fall wirklich Kausalität bedeutet.

  • Zu Baseball, ein Eintrag für den interessierten Leser NMK:
    Sports Illustrated — ja, die Leute mit der berühmten Februar-Ausgabe – untersucht die Unterschiede zwischen den USA und Japan bei der Sportart.

    American coaches generally discourage using the splitter out of fear that it increases torque on the elbow; some teams even take it away from young pitchers. (…) In Japan, says Valentine, “everyone throws the splitter. The star high school kid throws the splitter.”

    Da dieser Autor ehrlich gesagt nur die Hälfte des Artikels verstanden hat, führen wir eine neue Regel ein: Keine Nachfragen über Baseball.

ZEUGS: Viele Schaubilder, einige Reise-Tips und zu wenige kanadische Pornos

März 12, 2014

ZEUGS: Viele Schaubilder, einige Reise-Tips und zu wenige kanadischen Pornos

  • Zum extremeren Klima in den USA: Eine Gruppe von Physikern will das Problem mit den Tornados für immer lösen und zwar durch gläserne Riesenmauern quer durch das Land.

    The barriers – 300m (980ft) high and up to 100 miles long – would act like hill ranges, softening winds before twisters can form.

    Kritiker halten das für “nicht durchdacht”. Allerdings muss man festhalten: Als die Berliner Mauer stand, gab es dort nicht einen einzigen schweren Tornado.

  • Zu Amerika für Japaner: Die Ehrenwerte Mutter verweist auf eine Liste von Ratschlägen, die Japaner sich gegenseitig vor Reisen in die USA geben.

    In the U.S., they do not have a sense of superiority if they are able to drink a large amount. Rather, if you drink a lot, there is a sense that you cannot manage yourself.

    Der Text ist offensichtlich mit Hilfe von Google Translate erstellt worden.

  • Zu dicken Amerikanern: Die Zahl der übergewichtigen amerikanischen Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren ist im vergangenen Jahrzehnt um 43 Prozent zurückgegangen. Niemand weiß warum.
  • Zum Wachstum der USA, diesmal nicht die Gürtellinie: Weil es so viel Spaß macht, ein interaktives Schaubild wie die einzelnen Bundesstaaten sich entwickelt haben. Via io9.
  • Zum Bürgerkrieg: Der tapfere Versuch, den ganzen Konflikt in ein Schaubild zu pressen.
  • Zu Latein und anderen Einflüssen auf die englische Sprache: Ein weiteres Schaubild, diesmal interaktiv.

    Compare, for instance, how the input from German has grown and then declined again from 1800 to the present day.

    Der Autor weist allerdings darauf hin, dass es qualitative Unterschiede gibt: Die Wikinger haben zwar weniger Wörter hinterlassen, aber dafür sehr bedeutende wie they, their und them.

  • Zu prüden Amerikanern: Wer glaubt, Deutschland hat Probleme mit dem sogenannten Kulturimperialismus, sollte Mitleid mit den armen Kanadiern haben: Deren TV-Aufsicht CRTC hat einige Erwachsenen-Sender getadelt, weil sie zu wenige einheimische Pornos zeigen. Kein Scherz.

    [T]he CRTC issued a broadcast notice saying AOV Adult Movie Channel, XXX Action Clips and the gay-oriented Maleflixxx were all failing to reach the required 35% threshold for Canadian content.

    Dieser Autor konnte leider nicht herausfinden, wie hoch die Quote in Deutschland ist.

ZEUGS: Drei Landkarten und viele, viele Kanadas

Februar 13, 2014

Die Olympischen Spiele können für binationale Ehen schwierig sein, besonders wenn Deutschland in der Medallientabelle führt. Wegen des ständigen Jubels der Schönsten Germanin ist es im Hause Stevenson gegenwärtig schwer, sich zu konzentrieren. Weswegen wir wieder auf ein Zeugs ausweichen …

… allerdings nicht ohne einen wichtigen Hinweis: Der interessierte Leser JK möchte bemerken, dass es nicht “Eiserne Union” (mit “e”) heißt, sondern “Eisern Union” (ohne “e”). Dieser Autor bleibt dann vielleicht lieber beim Curling.

  • Zu erbauenden Liedern: Aufregung beim Superbowl, nicht wegen des (recht einseitigen Spiels), sondern wegen einer Werbung von Coca-Cola, in der America the Beautiful in mehreren Sprachen vorgetragen wird.

    [T]hat kind of public display of linguistic diversity still frightens or offends some people, especially when a patriotic song like “America the Beautiful” is given the polyglot treatment.

    Bei dem Link findet man auch ein Video das zeigt, was Jon Steward vom Ganzen hält. Mit Deutsch-Einlage!

  • Zu Juden in den USA: Der BBC diskutiert in einem Bericht über jüdische Vorbehalte gegen eine Heirat außerhalb der eigenen Religion über die Folgen derartiger Ehen für das jüdische Leben in den USA:

    The result, he adds, is that in America, “there’s a rapidly eroding sense of Jewish commitment, a complete collapsing of Jewish literacy, and a thinning of Jewish identity”.

    Aufhänger ist die Empörung in Israel über Berichte, dass der Sohn von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit einer nicht-jüdischen Norwegerin ausgegangen sein soll. Das Büro das Premiers hat dazu erklärt, sie seien nur Studienkollegen.

  • Zu Rauchen in den USA: Wegen der zunehmenden Zahl von Nichtrauchern träumen amerikanische Gesundheitsbehörden vom Ende der Glimmstängel.

    [T]hey talk about the slowly-declining adult smoking rate dropping to 10 percent in the next decade and to 5 percent or lower by 2050.

    Allerdings besteht die Befürchtung, dass E-Zigaretten ihnen einen Strich durch die Rechnung machen.

  • Zu Indianern: Neue genetische Studien widerlegen die Theorie, dass die Ureinwohner aus Europa oder Ozeanien stammen könnten. Es bleibt dabei: Asien. Warum ist das überhaupt alles so schwierig, fragt man sich angesichts der heutigen Analyse-Möglichkeiten?

    In the US, many native groups are suspicious of contributing to genetic surveys, hampering the collection of data.

    Kurz, die Indianer wollen nicht mitmachen.

  • Zum Kreationismus: Auf einer Karte der USA kann man sehen, in welchen Schulbezirken die Evolutionstheorie skeptisch gesehen wird. Man bemerke die Häufung in gewissen Bundesstaaten. Noch ein Fall, wo “in den USA” falsch ist.
  • Zu Religion, wenn wir beim Thema sind: Eine christliche Kirche aus Nigeria missioniert in den USA, weil es dort offenbar mit dem Glauben nicht richtig läuft. So sollen ihre Messen aussehen:

    “Crazy people for Jesus, people who are in love with Jesus, shouting ‘hallelujah’, praising Jesus, having prayer vigils, having fun, giving each other high-fives.”

    Gegenwärtig soll die Redeemed Christian Church of God in North America 15.000 Mitglieder in den USA haben.

  • Zur Bevölkerungsdichte, eine zweite Landkarte: Die Bevölkerung der USA, gemessen in Kanadas.
  • Zu Problemen mit Schnee, auch wenn das in Deutschland im Moment etwas weit hergeholt klingen mag: Noch eine Landkarte, diesmal ab welcher Schneehöhe man in welchen Bezirken Schulfrei bekommt. Wir können davon ausgehen, dass man in Alaska sich über die Weicheier an der Westküste lustig macht.

ZEUGS: Football, Musik und Atombomben

Januar 29, 2014

Früher, ja früher, da hat man am Wochenende endlich etwas geschafft bekommen, zum Beispiel Einträge für sein Blog zu schreiben. Im Moment verbringt dieser Autor Samstag und Sonntag allerdings eher in Turnhallen mit anderen Eltern sportverrückter Kinder. Er hat dadurch zwar eine ganze Reihe von Volleyball-Schlachtrufen gelernt und weiß jetzt, dass “Eiserne Union” nichts mit Hertha zu tun hat. Aber zum Schreiben kommt er immer weniger. Daher diesmal nur ein Zeugs.

  • Zu American Football, denn es steht wieder das wichtigste Sportereignis der Welt an, der Superbowl: In einem etwas respektlosen Video [YouTube] werden nochmal die Regeln erklärt. Nur dass man Leute nicht wirklich mit der Faust ins Gesicht hauen kann.
  • Zu Religion und Militär: Die US-Streitkräfte erlauben nun Bärte, Turbane und andere eigentliche verbotene Änderungen des Aussehens aus religiösen Gründen.

    Muslim, Sikh, Jewish and Wiccan soldiers, marines, sailors and airmen can now request exemptions to strict military uniform and grooming policies.

    In den US-Streitkräften dienen 1500 Wicca, was irgendwie nach ziemlich wenig klingt für den Großen Satan.

  • Zur Rede zur Lage der Nation: Das Language Log untersucht die Häufigkeit von Pronomen. Präsident Barack Obama benutzt demnach die erste Person weniger als seine Kritiker ihm vorwerfen.

    This is unlikely to prevent cries of “narcissism!” or “royalty!” from the likes of George Will, Peggy Noonan, Charles Krauthammer, and Stanley Fish. But I present this bit of prophylaxis in the hope that ridicule may eventually succeed where reality has failed.

    Zur Erinnerung, die “Rede” wurde früher schriftlich verfasst.

  • Zum Arbeitsmarkt: Amerikaner arbeiten in der Industrie inzwischen im Durchschnitt knapp unter 42 Stunden pro Woche und damit mehr als in den vergangenen 60 Jahren.
  • Zu Musik, genauer gesagt die Art, die dieser Autor so gar nicht hört: Klassik ist in den USA vom Aussterben bedroht, wie Slate berichtet.

    There’s little doubt as to the causes: the fingernail grip of old music in a culture that venerates the new; new classical music that, in the words of Kingsley Amis, has about as much chance of public acceptance as pedophilia; formats like opera that are extraordinarily expensive to stage; and an audience that remains overwhelmingly old and white in an America that’s increasingly neither.

    Via German Joys.

  • Zu Rechtsradikalen in den USA, ein Bericht der BBC über eine Kleinstadt in North Dakota, in der sich Neo-Nazis breit machen wollten.

    In a part of the country where many people are of German and Russian ancestry, the swastika is something residents neither want to forget, nor especially be reminded of.

    Die Anführer stehen inzwischen vor Gericht. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 35 Jahren.

  • Zu Atombomben: Die USA erwägten 1968 den Einsatz von
    Atomwaffen gegen Nordkorea, wie wir jetzt wissen.

    The warheads in such a situation would be delivered by Honest John rockets and Sergeant missiles, each with a maximum yield of 70 kilotons (very roughly five times the yield of the Hiroshima bomb). It would not have been a happy ending for anyone on the Korean peninsula.

    Die Unterlagen sind inzwischen online verfügbar Und wen das irgendwie bedenklich stimmt, der kann sich die Fotos aus den 50er Jahren anschauen, die zeigen, wie man von Los Angeles aus am Himmel das Leuchten der Atombomben-Tests in der Wüste von Nevada sehen konnte. Ehrlich, und wir heute müssen mit Nordlichtern vorliebnehmen.

[KORREKTUR 29. Januar 2013: "Präpositionen" sind nicht das gleiche wie "Pronomen". Zuerst gefunden von R., vielen Dank]

ZEUGS: Verschwundene Kolonien, Waffenwerbung und dumme Sex-Gesetze

Dezember 23, 2013

Dieser Autor hat die Erfahrung gemacht, dass die Zahl der Blogleser von Weihnachten bis Neujahr in den Keller geht — vermutlich, weil sie nicht auf der Arbeit sind Zeit mit ihrer Familie verbringen. Daher legen wir nochmal einige Links auf, bevor wir uns bis zum kommenden Jahr verabschieden, mit besten Wünschen für die Feiertage und einen guten Rutsch natürlich. Der nächste Eintrag erscheint am Montag, dem 6. Januar 2014.

  • Zu den unglaublich großen Betonpfeilen, die in den USA einfach in der Landschaft herumstehen: So etwas gibt es tatsächlich. Die Erklärung mit der Luftpost ist natürlich Unfug, es sind Landemarkierungen für die Raumschiffe von Außerirdischen.
  • Zum Kongress: Die Zustimmungswerte für die Abgeordneten sind inzwischen auf sechs Prozent gefallen, ein historisches Tief. Wie historisch eigentlich?

    [A]round 3 times as many colonists supported King George as the 6% which support our own Congress today.

    Unbeliebter als die Briten vor der Revolution, so historisch. Damit gehen der amerikanischen Presse wohl endgültig die Vergleiche aus.

  • Zu Sprachgewohnheiten: In Kalifornien (und die in den restlichen 49 Bundesstaaten wird man an dieser Stelle vermutlich einwerfen wollen: wo sonst) nehmen die Männer weibliche Sprechmuster an, so genanntes uptalk.

    People who speak uptalk are often misunderstood to be insecure, shallow or slightly dim, according to the team, who say this was not necessarily the case.

    Offenbar reden aber auch Australierinnen so.

  • Zu verlorenen Kolonien: Wir erinnern uns, Forscher hatten auf einer Karte geheime Zeichen entdeckt, die vielleicht zur “Lost Colony” von Roanoke führen. Jetzt sind mit Bodenradar weitere Spuren gefunden worden:

    LeCompte and his colleagues found a previously undetected pattern that may indicate the presence of one or more structures, possibly made of wood, under about three feet (a meter) of soil.

    Als nächster Schritt müssen richtige Löcher in die Erde gegraben werden, um die Strukturen zu untersuchen.

  • Zur Religionslüge: Einer Studie zufolge werden die Amerikaner weniger religiös, oder zumindest ehrlicher. Für die US-Politik ist die folgende Statistik wichtig (Hervorhebung hinzugefügt):

    [T]he groups most likely to be absolutely certain there is a God include blacks (70%), Republicans (65%), Matures (62%) and Baby Boomers (60%), Southerners (61%) and Midwesterners (58%), and those with a high school education or less (60%).

    Wer die schwarzen Wähler auf seine Seite ziehen will, ob Republikaner oder Demokrat, muss gottesfürchtig sein.

  • Zu Waffengesetzen: Aus offensichtlichen Gründen gibt es in Deutschland praktisch keine Werbung für Schusswaffen. In konservativen US-Blogs macht gerade ein Spot von Glock die Runde. Der interessierte Leser wird ziemlich schnell erkennen, welches Geschlecht die Zielgruppe hat.
  • Zu dummen Sex-Gesetzen: Als Amerikaner in Deutschland wird man ständig in den Medien — ganz zu schweigen vom Internet — mit irgendwelchen Geschichten über angebliche Sex-Gesetze in den USA konfrontiert. Was ist von denen zu halten?

    Most of those are urban legends.

    Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem dumme oder zumindest seltsame Gesetze gibt. Unter dem obigen Link hat io9 eine Karte mit den bestätigten (!) Fällen zusammengestellt, die es auch etwas ausführlicher als Liste gibt. Die Damen mögen sich vielleicht besonders die Situation in Texas anschauen.

ZEUGS: Witzes Englisch, beliebte Drogen und keine Panik vor Außerirdischen

November 16, 2013

  • Zur Geschichte des Englischen: Der Ehrenplatz des ersten Eintrags geht heute an die Open University für ihr kurzes Animations-Video zur Geschichte der englischen Sprache — eine Geschichte, die offenbar nicht ohne Zombies, Katzen und dem Wort “Penis” erklärt werden kann. Finde ich auch.
  • Zu noch mehr Geschichte, denn Wissenschaftler haben jetzt eine sehr viel bessere Vorstellungen davon, wie die Wälder Nordamerikas vor der Ankunft der Europäer aussahen. Kurz gesagt: Ganz anders.
  • Zur Geschichte der Indianer, um etwas spezifischer zu werden: Dank astronomischer Daten zu Sonnenfinsternissen wird inzwischen angenommen, dass der Irokesen-Bund am 22. August 1142 gegründet wurde. Bislang war man eher vom 15. oder 16. Jahrhundert ausgegangen.

    During a ratification council held at Ganondagan (near modern-day Victor, New York) the sky darkened in a total, or near total, eclipse. The time of day was afternoon, as Councils are held between noon and sunset. The time of year was either Second Hoeing (early July) or Green Corn (late August to early September). Thus, we must look for an eclipse path that would totally cover Ganondagan between July and September, in mid-afternoon.

    Allerdings würde auch der 18. August 909 infrage kommen.

  • Zum Justizsystem: Politico stellt eine Reihe von Vergleichen an, wie viele Amerikaner im Gefängnis sitzen:

    In 2012, there were some 1,570,000 inmates in state and federal prisons in the U.S. (…). By contrast, there were about 1,530,000 engineers in America last year, 815,000 construction workers, and 1 million high school teachers, according to the Bureau of Labor Statistics.

    Die Kreisgefängnisse sind in diesen Zahlen nicht inbegriffen. Der Artikel geht unter anderem auf Rolle der mandatory minimum sentencing Gesetze ein, die eine Mindesthaftzeit festlegen, und die Folgen der Anti-Drogen-Politik.

  • Zur Legalisierung von Drogen, denn genau diese Drogenpolitik wird zunehmend von der Bevölkerung infrage gestellt: Einer Gallup-Umfrage zufolge befürwortet eine Mehrheit der US-Bürger inzwischen die Legalisierung von Marihuana. Angesichts der Altersverteilung dürfte dieser Trend sich nur noch verstärken.
  • Zu Hinrichtungen, wenn wir beim Justizsystem sind: The Atlantic weist darauf hin, dass den Bundesstaaten mit der Todesstrafe die Zutaten für die Giftcocktails ausgehen, insbesondere weil europäische Firmen diese Substanzen nicht mehr an die USA verkaufen.
  • Zu Eiern, weil wir in diesem Blog früher oder später alles behandeln, offenbar: io9 diskutiert lang und ausführlich, warum Amerikaner im Gegensatz zum größten Teil der übrigen Welt ihre Eier im Kühlschrank aufbewahren. Dabei geht die Website auf die erstaunlichen Unterschiede bei den Lebensmittelvorschriften in den USA und Europa ein, genau rechtzeitig für die transatlantischen Handelsgespräche.
  • Zu Verschwörungstheorien, denn der Kampf gegen Unfug ist nie zuende: Wenn Slate es für notwendig hält, den Mord an John F. Kennedy noch einmal geradezurücken, wollen auch wir unsere Pflicht tun.
  • Zu Verschwörungen, nochmal: Die viel beschriebene Massenpanik in den USA nach der Ausstrahlung von Orson Welles’ Hörspiel zu War of the World hat es nie gegeben. Zum Glück ist die Geschichte hinter dem Mythos genauso spannend: Zeitungen wie die Daily News erfanden die Panik, um das neue Medium des Radios zu diskreditieren.

    Radio had siphoned off advertising revenue from print during the Depression, badly damaging the newspaper industry. So the papers seized the opportunity presented by Welles’ program to discredit radio as a source of news.

    Meine Güte, das wäre ja fast so, als ob heute die MSM böse Dinge über Internet-Medien berichten würden. Tatsächlich lag die “Hörerquote” bei etwa zwei Prozent. Wie wenig die Leute beeindruckt waren, sieht man auch an der fehlenden Reaktion der Behörden. Wie Slate etwas bösartig bemerkt:

    Janet Jackson’s 2004 “wardrobe malfunction” remains far more significant in the history of broadcast regulation than Orson Welles’ trickery.

ZEUGS: Die Shutdown-Ausgabe

Oktober 2, 2013

Heute beweisen wir endgültig, dass wir nicht für die US-Regierung arbeiten und veröffentlichen trotz des Shutdowns einen Eintrag. Wir fangen dabei mit einer Frage an, die diesem Autor jüngst im Zusammenhang mit dem Kongress gestellt wurde: Sind die alle auf Droge?

  • Zu Timothy Leary, denn wie es der Zufall will, ist gerade ein Archiv zu dem Lebenswerk des “Drogenpapstes” eröffnet worden. Wir erwähnen das hier natürlich nur wegen seiner Computerspiele und weil dieser Autor die Moody Blues mag.
  • Zum Bürgerkrieg: Ein Disney-Mitarbeit hat offenbar eine zweite Aufnahme von Präsident Abraham Lincoln während seiner Gettysburg Rede gefunden.

    Oakley leaned into the flat-screen monitor and murmured, “No way!” Zooming in tight, real tight, he stared, compared and sprang abruptly from his chair. After quickstepping around his studio in disbelief, he exulted, “That’s him!”

    Nicht jeder ist überzeugt, weil da noch mehr Männer mit komischen Hüten herumliefen.

  • Zu Juden in den USA: Das Pew-Institut hat anlässlich einer Studie zu amerikanischen Juden einen, nun, “Rechner für die jüdische Bevölkerung” online gestellt. Damit kann man für eine gegebene Definition von “jüdisch” berechnen, wie viele Juden es in den USA gibt, warum auch immer. In der Studie selbst wird deutlich, wie sich das Selbstverständnis der amerikanischen Juden wandelt:

    [A]mong Jews in the youngest generation of U.S. adults – the Millennials – 68% identify as Jews by religion, while 32% describe themselves as having no religion and identify as Jewish on the basis of ancestry, ethnicity or culture.

    Dagegen hatten sich 93 Prozent der Juden aus der Kriegsgeneration über ihre Religion definiert.

  • Zu Indianern vor Columbus: Archäologen haben bei den Ausgrabungen in der Stadt Cahokia Hinweise auf ein seltsames Feuer im Jahr 1170 gefunden. Es werden — nicht ganz ernsthaft — Parallelen zu Burning Man gezogen:

    [R]ight down to the drug use — Cahokians liked to imbibe something called “black drink,” which was a super-strong caffeinated brew that probably got everybody seriously jazzed until they threw up.

    Wie auch immer, das möglicherweise bewusst gelegte Feuer scheint ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt gewesen zu sein.

  • Zu Halloween: Schon Oktober? Dann wird es Zeit für die ersten Halloween-Ratschläge, diesmal mit Klopapier-Rollen und Glühstäben.
  • Zu cyber: io9 untersucht die Geschichte des Wortes im Englischen. Wobei dieser Autor es interessanter findet, dass es im Deutschen zwar die “Kybernetik” gibt (mit einem “K”-Laut) aber auch “Cyberspace” (mit einem “ß”-Laut). Vielleicht sollte er einfach anfangen, von dem “Kyberraum” zu sprechen.

[Korrigiert 02. Okt 2013: Link zu Cyber repariert, zuerst gesehen von CB, vielen Dank]

ZEUGS: Falsche Freunde, alte Bäume und dunkle Tage

September 12, 2013

Endlich, endlich hat die Football-Saison wieder angefangen, und leider, leider haben die Arizona Cardinals direkt einen Fehlstart hingelegt. Seufz.

  • Zu American Football: Zum Anlass des Liga-Starts stellt die Tagesschau Fantasy Football vor. Das ist gut, denn dieser Autor hat davon keine Ahnung — er ist froh, wenn überhaupt normales Football gucken kann. Aber 30 Millionen seiner Landsleute sehen das anders. Laut Wikipedia ist es inzwischen das wichtigste Marketing-Werkzeug der NFL.
  • Zu Übersetzungsproblemen: In German Joys spricht Andrew Hammel über die Schwierigkeiten, die das Fehlen eines Unterschiedes zwischen boyfriend und einfach nur friend mit sich bringt:

    [I] constantly fall into the trap of referring to my male friends as mein Freund, which leaves people who don’t know me unsure whether I’ve just declared my homosexuality.

    Enthält auch einen wichtigen Hinweis auf das überaus nützliche Wort “doch”.

  • Zu Rosie the Riveter: io9 führt eine Galerie mit Sci-Fi-Varianten der Ikone, darunter aus Mass Effect, Wonder Woman und natürlich Buffy.
  • Zur frühen Geschichte: Was steht in den USA noch aus der Siedlungszeit noch vor dem Unabhängigkeitskrieg? Ein Baum.

    In approximately 1630, as his children watched on, Endicott planted one of the first fruit trees to be cultivated in America: a pear sapling imported from across the Atlantic.

    383 Jahre später produziert der Baum noch Obst.

  • Zu den Atombomben: Das Google Cultural Institut hat Online-Ausstellung zu den Angriffen auf Hiroshima und Nagasaki eröffnet.
  • Zur Staatsbürgerschaft: Der Blogger Felix Salmon diskutiert, unter welchen Bedingungen eine amerikanische Staatsbürgerschaft für Menschen in den USA sich nicht lohnt.

    A green card holder can leave the US at any time, give up her green card, and thenceforth never have to pay a cent in US taxes, or even file a US tax return, ever again. Again, this is an option which would be valued extremely highly by many Americans.

    Ausgangspunkt ist ein Bericht in der “New York Times” über Einwanderer, die zwar eine Green Card haben, aber keine Staatsbürgerschaft anstreben.

  • Zu Rätseln der Geschichte, während wir dabei sind: Der Dark Day vom 19. Mai 1780 — also mitten im Unabhängigkeitskrieg — gilt als gelöst: Die Ursache soll Rauch von Waldbränden sein.

    The ash cloud must have drifted over New England and blotted out the sun. Or we are a cursed nation. You decide.

    Wenn es allerdings mehrere dunkle Tage hintereinander werden, dann sollte man aufpassen, dass man nicht in Alaska ist.

[Korrigiert 13. September 2013: "Unabhängigkeitskrieg" statt "Bürgerkrieg", zuerset gesehen on ID, vielen Dank]

ZEUGS: Ein Lexikon des NSA-Sprechs, Indianer im Internet und bewaffnete Mütter

August 16, 2013

Die sommerliche Bausaison im Hause Stevenson nähert sich ihrem Ende, und in der Zwischenzeit sind einige Links aufgelaufen.

  • Zum NSA: Das Magazin Slate hat ein Lexikon zusammengetragen mit der manchmal etwas kuriosen Bedeutung von normalen englischen Wörtern im Sprachgebrauch des Geheimdienstes.

    One of the NSA’s foundational documents states that “collection” occurs not when the government acquires information but when the government “selects” or “tasks” that information for “subsequent processing.”

    Die “Sammlung” von Daten ist nach der NSA-Terminologie also nicht die “Sammlung” von Daten, wie sie sich normale Amerikaner vorstellen. Unser oben verlinkte Artikel zum NSA von 2006 liest sich übrigens heute wunderbar naiv.

  • Zur Staatsbürgerschaft: Verschärfte Steuer-Meldepflichten für Amerikaner im Ausland haben zu einer Versechsfachung bei der Aufgabe von US-Staatsbürgerschaften geführt. Im konservativen Blog InstaPundit wird dies als eine Variante des going Galt bezeichnet. Die USA sind die einzige Industrienation, die ihre Bürger auch im Ausland zur Kasse bittet, zumindest wenn ihr Einkommen eine gewisse Schwelle überschreitet.
  • Zu Indianern: Die Navajo haben jetzt Internet-Zugang durch ein Datenzentrum, das mehrheitlich ihrer Regierung gehört. Oder wie der Navajo-Präsident Ben Shelly es formuliert [PDF]:

    We are a technology nation just as much as we are an energy nation.

    Das Projekt geht auf einen Besuch von Präsident Bill Clinton im Jahr 2000 zurück. Dieser traf die 13-jährige Myra Jodie, die zwar bei einem Preisausschreiben einen iMac gewonnen hatte, aber keine Möglichkeit hatte, ihn ans Internet anzuschließen. Zum Teil mussten Navajo bislang zum Teil 30 Meilen bis zum nächsten Zugangspunkt fahren. Das Projekt war innerhalb des Stammes umstritten — outside our wheelhouse, nicht unser Ding, wie Sidney Bob Dietz II es formulierte, der Direktoriums-Vorsitzende des Navajo-Versorgers NTUA.

  • Zu Waffen: Die Gruppe Armed Citizen Project (ACP) will zu ihrem “National Empowerment Day” jährlich 500 alleinstehende Mütter an Schusswaffen ausbilden.

    There exists a subtle misogyny used in the messaging of anti-gun groups, keeping women dependent on others to provide their protection, when our nation’s constitution makes clear they have the right to provide this protection for themselves.

    Zusammengefasst der Absatz: Waffengegner sind tendenziell frauenfeindlich, weil sie Frauen in einer Abhängigkeit von Männern halten, wenn es um ihren Schutz geht. Das Argument wird wiederholt aufgeführt. Der Tag sollte am 10. August stattfinden, zum Ablauf hat dieser Autor nichts gefunden. Das ACP hat sich zum Ziel gesetzt, Bürger in Gegenden mit hoher Kriminalität zu bewaffnen, insbesondere Frauen.

  • Zum Selbstbild: Das Skeptiker-Wirtschaftsblog Zero Hedge führt zehn Dinge auf, die Amerikaner angeblich nicht über Amerika wissen.

    Americans tend to assume that the rest of the world either loves us or hates us (…). The fact is, most people feel neither. Most people don’t think much about us.

    Das muss der deutschen Presse allerdings entgangen sein, die scheinbar nicht genug von Nachrichten aus den USA bekommen kann.

  • Zu dicken Amerikanern: Verdammt, die USA fallen wieder zurück: Selbst der durchschnittliche Mexikaner ist inzwischen fetter als sein Gegenstück in den USA. Wenigstens hält American Samoa noch die weltweite Spitze, immerhin ein US-Territorium.
  • Zum Bürgerkrieg: SPON schreibt auf Deutsch über den ersten Kampf zwischen Panzerschiffen der Geschichte, zwischen der USS “Monitor” und der CSS “Virginia”. Letztere ist in den USA auch unter dem alten Namen “Merrimack” bekannt. Die Battle of Hampton Road war der blutigste Tag in der Geschichte der US-Marine bis zum japanischen Überfall auf Pearl Harbor. Der Geschützturm der “Monitor” wurde inzwischen gehoben.

ZEUGS: Die EuroVision-Ausgabe

Mai 18, 2013

Heute Abend ist EuroVision, ein Pflichttermin im Hause Stevenson. Allerdings, wenn dieser Autor ehrlich ist, vermisst er die alten, durch irgendwelche Gremien getroffenen Bewertungen, an denen man die politischen Verhältnisse in Europa nachvollziehen konnte — wenn Griechenland und die Türkei sich so gar keine Punkte gegeben haben, zum Beispiel.

Wie auch immer, zu Hintergrundmusik aus Schweden:

  • Zu logischen Straßennamen: Der interessierte Leser KK weist auf die Theorie hin, dass die Straßen in Europa doch geplant waren. Das wäre eine Sensation:

    Dass dahinter präzise vermessene Grundmuster stecken könnten, klingt für Experten ungefähr so abwegig wie die Vorstellung, jemand habe Österreichs Alpentäler am Reißbrett entworfen.

    Slartibartfast war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

  • Zu Religion: Der Anteil an Christen unter den US-Einwanderern nimmt ab, von 68 Prozent im Jahr 1992 auf 61 Prozent 2012. Der Anteil der Muslime hat sich von fünf auf zehn Prozent verdoppelt — 100.000 Hinzugezogene im vergangenen Jahr.
  • Zu Religion in den Streitkräften: Da wollte eine Kampfstaffel der Marines ihren Namen von Werewolves zu Crusaders wechseln, komplett mit einem Wappen mit einem Kreuz auf einem Schild. Das wurde aber unterbunden. Jetzt haben sie sich, äh, zurückverwandelt. Noch zur Kuba-Krise war man weniger zimperlich, wie die Piloten der Vought F-8 “Crusader” bestätigen können.
  • Zu dem “Bush-ist-blöd”-Aussprachesystem: Die “New York Times” hilft ihren Lesern bei der Aussprache des Namens von dem mutmaßlichen Bombenleger von Boston auf die Sprünge (Hervorhebung hinzugefügt):

    The older brother, Tamerlan Tsarnaev, (tam-arr-lawn tsar-NAH-yev) was interviewed by the F.B.I. in 2011

    Wer den Anschlag in den deutschen Medien verfolgt hat, wird bei der Schreibweise des Namens gestutzt haben: Der Mann ist US-Staatsbürger und deren Namen werden eigentlich nicht transkribiert. Warum steht dann immer “Zarnajew”? Hier schloss die deutsche Presse aus seiner tschetschenischen Herkunft vorschnell, dass er russischer Staatsbürger sei. Anschließend ist man dabei geblieben, um die Leser nicht zu verwirren.

  • Zum Unabhängigkeitskrieg: Der britische König George III. ist in die Geschichte eingegangen als der Depp, der die Kolonien verloren hat. Allgemein geht man davon aus, dass er an der Stoffwechselkrankheit Prophyrie litt, die mit starken Schmerzen und auch psychischen Symptomen einhergehen kann. Dummes Zeug, sagten jetzt andere Wissenschaftler: Der Mann litt an einer bipolaren Störung, war also demnach manisch-depressiv.

    George’s being in a manic state would also match contemporary descriptions of his illness by witnesses. They spoke of his “incessant loquacity” and his habit of talking until the foam ran out of his mouth.

    Wie auch immer, unter Elizabeth II. wäre das alles ganz anders ausgegangen.

  • Zu Deutsch in den USA: Ein BBC-Bericht beschäftigt sich mit dem Aussterben des “Texas German”.
  • Zu prüden Amerikanern: In New York City können Frauen jetzt auch straflos oben ohne herumlaufen [grenzwertig NSFW]. Hintergrund ist die Forderung, dass beide Geschlechter vor dem Gesetz gleich behandelt werden:

    [I]t is encouraging to see the police responding positively to gender bias, even on such a seemingly small scale. After all, no one thinks twice about a man shirtless on a summer day.

    Kommt auf den Mann an, würde dieser Autor sagen.

  • Zu Happy Trails: Der interessierte Leser M hat sich beschwert, weil in dem Artikel ein Hinweis auf das gleichnamige Album von Quicksilver Messenger Service fehlt. Das geht natürlich überhaupt nicht. Passt nur nicht wirklich zur EuroVision …
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