ZEUGS: Die Lage der US-Solarindustrie, Kanadier in den USA und israelische Kinderspiele

August 12, 2012

Die Zahl der ZEUGS-Einträge in diesem Blog hat etwas abgenommen, was daran liegt, dass dieser Autor die entsprechenden Links inzwischen eher schnell bei Google Plus postet. Das ist schon von der Formatierung her weniger Arbeit.

  • Zum US-Energieverbrauch: Die New York Times untersucht in einem längeren Artikel die Lage der Solarindustrie in den USA am Beispiel des Unternehmens Sungevity. Zu den größten Hindernissen gehört (natürlich) die Bürokratie:

    Lynn Jurich at Sunrun told me that the work it takes to arrange permits for an installation adds $2,500 to the cost of each system.

    Hauptsächlich geht es in der Reportage aber darum, wie knallharte finanzielle Überlegungen und ein neues Geschäftsmodell die Technologie beim Privatanwender vorantreiben. — Wer sich für das Thema interessiert, wird die Diskussion des Physikprofessors Tom Murphy in dem Energie-Blog Do the Math lieben. Mit Schaltbildern!

  • Zu amerikanischen (und anderen) Toiletten: Eine Erklärung, wie sie funktionieren. Mit Selbstversuchen!
  • Zu prüden Amerikanern, allerdings diesmal eher über die Briten, die auch die Amerikaner für prüde halten: Der im Vorbeigehen angesprochene SM-Roman Fifty Shades of Grey von E.L. James bricht in Großbritannien Verkaufsrekorde.

    The first in the erotic trilogy passed the million mark in 11 weeks, smashing the previous record of 36 weeks set by Dan Brown’s The Da Vinci Code.

    Auch in Deutschland scheint das Fieber ausgebrochen zu sein. Ehrlich, wie gut kann ein SM-Roman sein, der nicht auf dem Index steht?

  • Zu Kanada: Slate beschreibt die Wanderungsbewegung von Kanada in die USA.

    [A]bout 167,300 Canadian residents moved to the U.S. between 2001 and 2006. That’s about 33,000 per year. By comparison about 9,000 Americans move to Canada each year, and the U.S. has nine times as many people.

    Nach der Wiederwahl des republikanischen Präsidenten George W. Bush stieg die Zahl der Auswanderer nach Kanada um etwa 1.000 US-Bürger. Beschrieben wird auch, wie der Wechselkurs zwischen dem kanadischen und US-Dollar sich auf den Gewinn der gemeinsamen Hockey-Liga NHL auswirkt. Dabei reden wir natürlich von echtem Hockey, also Eishockey.

  • Zu den Indianern, während wir über Einwanderer sprechen: Neue Gen-Analysen deuten darauf hin, dass es drei Migrationswellen aus Asien gab.
  • Zum Krieg gegen Japan und Inhaftierungslager: Die New York Times berichtet von einer Gedenkveranstaltung für eine Untergruppe der Amerikaner japanischer Abstammung, die während des Zweiten Weltkriegs in Lagern festgehalten wurden: Die, die zwei Fragen zur Loyalität mit “Nein” beantwortet hatten.

    After the end of the war, the no-noes, as they were known, not only struggled to find a place in mainstream society, but also were regarded with suspicion by other Japanese-Americans, whose pledge of undivided loyalty and search for larger acceptance could have been threatened by the no-noes.

    Weil man es nicht oft genug sagen kann: Ein concentration camp ist kein “Konzentrationslager”, das meist als death camp übersetzt wird.

  • Zum Supreme Court: Der interessierte Leser StS schreibt über die Geschichte des Obersten Gerichts.
  • Zu Waffengesetzen: Die schwarze Journalistin J. Victoria Sanders erklärt, warum sie eine Schusswaffe besitzt und welche Bedeutung die Waffengesetze aus ihrer Sicht für den schwarzen Feminismus haben.

    To be a gun-owning feminist, to prepare to protect oneself against two of the most frightening enemies of female-identified people — rape and/or domestic violence — still strikes at the heart of what could be described as a feminist identity crisis, wherein women oppress each other with our inability to make room for alternative models of self-protection.

    Der Kritik anderer Frauen stellt sie die Unterstützung durch “weiße Südstaaten-Männer” gegenüber. Dem Bericht zufolge sind schwarze Frauen in Texas seit fünf Jahren die Gruppe mit der größten Zunahme von Anträgen auf einen Waffenschein.

  • Zur Wahl: Das Pew Research Center beschreibt und analysiert die immer größeren Herausforderungen bei politischen Umfragen in den USA. Unter anderem will niemand mit den Leuten am Telefon reden:

    At Pew Research, the response rate of a typical telephone survey was 36% in 1997 and is just 9% today.

    Dazu kommt, dass immer mehr Amerikaner kein Festnetzanschluss mehr haben, sondern nur ein Handy, und darüber keine Umfragen gemacht werden, warum auch immer. Die Institute sind trotzdem der Meinung, dass sie brauchbare Ergebnisse liefern.

  • Zu Religion in den USA und der Wahl: Foreign Policy untersucht die Beziehungen zwischen Mormonen und Juden.

    “Mormons consider themselves to be latter-day Israelites and inheritors of the promises made to Abraham, so they have a natural affinity for Jews,” says Mark Paredes, a Mormon from Michigan who writes the blog Jews and Mormons for the Jewish Journal of Greater Los Angeles.

    Angenehm sind die zahlreichen Links im Text zu den einzelnen Quellen. Mensch, woher kennen wir das bloß?

  • Zu Kinderspielen: In amerikanischen Sommerlagern und an Schulen setzt sich ein israelisches Spiel namens “Gaga” durch.

    In gaga, players lob the ball underhand, trying to hit one another below the knees (or below the waist, depending on where you’re playing) to eliminate their opponents from the court. If the ball goes over the wall, or if it is caught before bouncing, the person who launched it is out of the game.

    Der Artikel verlinkt zu einer ausführlicheren Beschreibung der Regeln. Stefani Joanne Angelina Germanotta war für eine Stellungnahme offenbar nicht zu erreichen.

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