Warehouse 13 als Quelle zukünftiger Artikel

Juli 14, 2012

Eigentlich hatte dieser Autor erwartet, jetzt schon Einträge über die Wahl zu schreiben. Allerdings zeigen die Zugriffe, dass sich im Moment niemand für die bisherigen Artikel interessiert. Das hat einen guten Grund: Selbst die Amerikaner finden den Wahlkampf bislang eher langweilig. Deswegen machen wir erstmal etwas anderes.

Nun ist es so, dass der Chef der Serienjunkies in der Nachbarschaft wohnt. Daher erfahren dieser Autor und die Schönste Germanin beim Grillen schon mal mehr über TV-Serien als einem Normalsterblichen zugemutet werden sollte. Darunter sind solche, die jeder gebildete Mensch kennt (Buffy, dessen Wert endlich auch vom Wirtschaftsmagazin Forbes anerkannt wird); solche, die wohl besser unbekannt bleiben (Ringer, die gescheiterte neue Serie von Sarah Michelle Gellar); und solche, die eine weitere Verbreitung verdient hätten (Lost Girl).

Und dann gibt es noch Serien, die dieser Autor viel, viel früher hätte kennenlernen sollen. Dazu gehört Warehouse 13.

Die Serie läuft beim US-Kabelsender Syfy (und der deutschen Tochter sowie bei RTL 2) und handelt von einer geheimen Einrichtung in South Dakota, in der gefährliche, quasi-magische “Artefakte” nach dem Motto snag it, bag it, tag it gesammelt, gesichert und gelagert werden. Wer gerade an die Ruhestätte der Bundeslade in Indiana Jones denkt, liegt richtig. Das Ganze spielt im selben Universum wie die bekanntere Schwester-Serie Eureka und ist vom Humor her ähnlich gelagert.

Uns interessieren für dieses Blog die Artefakte. Weil Warehouse 13 für Amerikaner geschrieben wurde, zeigen sie wunderbar, was in den USA als Allgemeinbildung erwartet wird. So wird angenommen, dass der Zuschauer weiß, wer W.C. Fields war oder was der Donner Party zugestoßen ist. In solchen Fällen gibt schon mal kaum mehr als eine Ein-Satz-Erklärung. Auch die Wortspiele gehen in eine ähnliche Richtung, ob bei the original can of worms oder die Dose mit red herring.

Daher werden wir in nächster Zeit verstärkt Beispiele aus Warehouse 13 aufgreifen, bevor wir uns irgendwann der Politik zuwenden. Zur Sicherheit schalten wir jeweils eine Spoiler-Warnung. Wer die Serie schnell noch selbst gucken will: Der Pilot — neudeutsch für die erste Folge — ist langatmig und die ganze erste Staffel ausbaufähig. Die zweite ist deutlich besser, bevor es in der dritten Staffel richtig gut wird. Die vierte wird in den USA ab dem 23. Juli 2012 ausgestrahlt, sprich, in etwa einer Woche — noch Zeit genug, den Farnsworth Communicator aufzuladen. Falls man das überhaupt muss.

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