ZEUGS: Vom Ami zum Deutschen, die Sex-Szenen bei Galaxy Quest und die Abtreibungsfrage bei Buffy

März 15, 2012

  • Zur Staatsbürgerschaft: Im Magazin Slate beschreibt eine amerikanische Jüdin, wie und warum sie die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, die ihrem Großvater entzogen worden war.

    It’s hard to say how many people have been naturalized, but word has spread in the last five to 10 years. Advertisements run in Jewish publications broadcasting the statute’s provision. (…). Dozens of Americans now put in applications at German embassies and consulates each month.

    Die Autorin weist darauf hin, dass sie kein Wort Deutsch spricht und auch nie in Deutschland war.

  • Zu Fußball: Die amerikanische Frauenfußball-Liga steht vor dem Aus. Der Grund: Desinteresse der Zuschauer.
  • Zu like als Modewort: Angeblich enthielt der ursprüngliche Schnitt von Galaxy Quest Sex-Szenen und derbe Sprache, wie keine Geringere als die Schauspielerin Sigourney Weaver erklärt (Hervorhebung hinzugefügt):

    We were like, “How do we get our hands on the R-rated version of Galaxy Quest?” She said “I don’t know!” and we were like, “Come on, Sigourney!”

    Hier wird das we were like als Stilmittel verwendet (hofft dieser Autor auf jeden Fall). Der ältere interessierte Leser wird sich an die berühmte Apple “Switch” Werbung [YouTube] mit Ellen Feis erinnern, in der and I was like auch eine prominente Rolle spielte.

  • Zu Sprachen in den USA: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Rick Santorum hat den Puertoricanern erzählt, dass sie Englisch als Amtssprache einführen müssen, wenn die Insel der 51. Bundesstaat werden will:

    “Like any other state, there has to be compliance with this and any other federal law,” Santorum said. “And that is that English has to be the principal language. There are other states with more than one language such as Hawaii but to be a state of the United States, English has to be the principal language.”

    Das ist leider — mit Verlaub — schlicht falsch, denn die USA haben keine Amtssprache, und ein entsprechendes Gesetz wäre vermutlich verfassungswidrig. Einige Bundesstaaten haben “offizielle” Sprachen, im Fall von Puerto Rico Englisch und Spanisch. Bekanntlich gab es in Kalifornien nach der Wahl von Arnold Schwarzenegger zum Gouverneur einige Änderungen.

  • Zu Indianern: Die Navajo Nation wehrt sich vor Gericht gegen die Verwendung ihres Namens bei Kleidungsmarken. Dieser Autor hat von Mode nicht die geringste Ahnung, wie die Schönste Germanin bestätigen wird, aber laut diesem Bericht der New York Times gibt es eine richtige Welle mit “Navajo”-Produkten, die bis nach Frankreich schwappt. Immer diese Amerikaner mit ihrem Kulturimperialismus.
  • Zur technologischen Weltspitze: Der Chief Information Officer (CIO) des Weißen Hauses, Brook Colangelo, beschreibt den Stand der Technologie nach dem Regierungswechsel.

    Over 82% of the White House’s technology had reached end of life. Desktops, for instance, still had floppy disk drives, including the one Colangelo delivered to Rahm Emanuel, Obama’s then chief of staff and now Mayor of Chicago.

    In den ersten 40 Tagen waren die Systeme 23 Prozent der Zeit nicht verfügbar.

  • Zur Abtreibungsdebatte: Wir gehen davon aus, dass alle interessierte Leser es selbstverständlich mitbekommen haben, aber zur Sicherheit: Das Thema spielt bei Buffy in Staffel 9 eine Rolle. Wer sich für die Diskussion interessiert (und keine Angst vor Spoilern hat) mag sich ein Interview mit dem Dark-Horse-Redakteur Scott Allie anschauen, in dem er über Buffys ungewollte Schwangerschaft spricht, warum man dann das Thema Abtreibung aufgriff und wie die Fans reagiert haben. Ob diese Diskussion auch im diesjährigen Buffy-Kurs der Portland State University Thema sein wird, ist nicht bekannt.

[KORRIGIERT 16. März 2012: Autor von German Again ist eigentlich eine Autorin, zuerst gesehen von ML, vielen Dank]

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