Weder Zeit noch Flut warten auf Captain Pikachu von der Enterprise D

Februar 9, 2012

Kind Nummer Eins ist endlich, endlich so alt, dass es die wirklich wichtigen Dinge im Leben kennenlernen kann: Familie Stevenson hat die erste Staffel von Star Trek: The Next Generation in Angriff genommen. Nach dem Kirk-Zwischenfall blieb uns auch nichts anderes übrig.

Der Anfang ist vielversprechend: “Encounter at Farpoint” wurde zur Freude dieses Autors als “total langweilig” verrissen, das sofort nachgeschobene “The Naked Now” dagegen für gut befunden und “Haven” mit der Fast-Hochzeit von Deanna Troi zur Lieblingsfolge erklärt. Das Vokabular wächst rasant und umfasst jetzt so wichtige Wörter wie warp drive, phaser, transporter, turbolift, tractor beam, red alert, raise shields und natürlich engage.

Das Ganze bringt auch Probleme mit sich. Zum Beispiel hat dieser Autor Abends erstmal noch weniger Zeit für Einträge, weswegen dieser ziemlich kurz ist. Die Erklärung von Anspielungen verlagert sich vielmehr auf das Wohnzimmer-Sofa. Nehmen wir folgenden Befehl von Kapitän Jean-Luc Picard aus “Lonely Among Us” (Hervorhebung hinzugefügt):

Time and tide, Lieutenant La Forge. Go to warp eight.

Die “Zeit und Flut” soll Geordi zur Eile antreten, denn es ist der erste Teil eines Sprichwortes:

Time and tide wait for no man

(Der interessierte Leser wird sich jetzt vielleicht Terry Pratchetts Scheibenwelt-Roman Thief of Time erinnern und einwenden, dass die Zeit doch einmal auf einen Mann gewartet hat, wie es Miss Susan so schön formuliert. Das war ein Sonderfall.)

Ganz reibungslos laufen diese Bildungssitzungen natürlich nicht ab: Jean-Luc Picard heißt bei beiden Kindern im Moment nur “Captain Pikachu” (Kicher, Kicher, Kicher). Der Jugend ist doch nichts heilig.

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