Die Sache mit dem Huhn und dem Topf

September 27, 2011

Der Reuters-Blogger Felix Salmon gibt jeden Tag eine kurze Zusammenfassung von Links heraus mit dem Namen Counterparties (wenn man professioneller Blogger ist, kann man offenbar ZEUGS-Einträge häufiger machen). Darin fand sich vor einigen Tagen folgende Zeile (Hervorhebung hinzugefügt):

Michele Bachmann has promised to bring back $2 per gallon gas. But I want a chicken in every pot!

(Bachmann, lieber interessierter Leser der Zukunft, ist eine Kandidatin der Republikaner für die US-Präsidentenwahl 2012.)

Das mit dem Huhn in jedem Topf klingt wie ein Zitat, und ist es auch: Es war ein Wahlwerbespruch für Herbert Hoover im Jahr 1928.

The ad described in detail how the Republican administrations of Harding and Coolidge had “reduced hours and increased earning capacity, silenced discontent, put the proverbial ‘chicken in every pot.’ And a car in every backyard, to boot.”

Sprich, wer für Hoover stimmte, stimmte für den Wohlstand. Er selbst hat den Spruch allerdings wohl nie in den Mund genommen.

Es gibt, wie man sich denken kann, jede Menge Ableger. Bei Microsoft hieß es A computer on every desktop and in every home. Der Mit-Gründer Bill Gates ist inzwischen einen Schritt weiter mit a A robot in every home. Bei der Konkurrenz könnte man von An iPod in every pocket sprechen und von An iPad for every child.

Wobei, dieser Autor wäre schon dankbar für ein iPad für jeden Vater, schon allein weil er das Familien-Gerät so wenig selbst in die Hand bekommt. Wen muss er dafür wählen?

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