ZEUGS: GlaDOS-Kuchen, Gastronomie-Zen und Trunkenheits-Vokabeln

April 18, 2011

Wie die interessierten Leser sicherlich wissen werden, wird irgendwann in den kommenden Stunden Portal 2 veröffentlicht. Wann genau ist nicht klar, denn Valve macht das Datum davon abhängig, wie viel Zeit die Steam-Gemeinde mit einer Gruppe von Indie-Spielen verbringt. Da dieser Autor schon am World Community Grid teilnimmt, überlässt er “glados@home” den anderen Anhängern von Aperature Science. Der KI ist bekanntlich eh nicht zu trauen.

Wie auch immer, dieser Autor wird erstmal durch das ganze speedy thing goes in, speedy thing comes out und dem vielen Kuchen abgelenkt sein. Deswegen kommt der nächste Eintrag erst nach Ostern,

am Dienstag, dem 26. April 2011.

Ohnehin sagt die Erfahrung, dass dieses Blog über die Feiertage hinweg kaum gelesen wird. Irgendwann kriegt dieser Autor Ärger mit dem Arbeitgeberverband …

  • Zu Carmen Sandiego im Spannungsfeld der Generationen: Moment, haben wir nicht schon Mal Portal angesprochen? Ja, haben wir. Damals haben wir aber vergessen, die Titelmusik von Kimba [YouTube] zu verlinken. Waren das noch Zeiten.
  • Zu deutschen Schildern: Der interessierte Leser CB reicht aus eigener Erfahrung das Schild “Gute Fahrt!” nach und verweist als Bonus auf den Ort Wankheim hin. Snicker, snicker, snicker …
  • Zum Bürgerkrieg, wegen des Jahrestages und so: Der interessierte Leser empfiehlt die Online-Videokurse von David Blight von der Yale University.
  • Zur Schweinbucht-Invasion: Wir hatten davon gesprochen, dass der Einsatz der Atombomben im Zweiten Weltkrieg in den USA umstritten ist, dagegen in Deutschland praktisch einhellig abgelehnt wird. Ein ähnliches Prinzip gilt auch für die Bay of Pigs Invasion am Sonntag vor 50 Jahren. Nehmen wir diesen Text des Republikaners Adam Hasner:

    [T]hese valiant freedom fighters killed and wounded more of Fidel Castro’s forces than the losses Castro inflicted on them, but after being shamefully abandoned by the United States government, they were eventually overwhelmed. (…) What was once a beacon of progress and pride in the Western Hemisphere is now a third-world island gulag in which millions live in slavery.

    Hasner saß im Landeskongress von Florida, einem Bundesstaat mit sehr vielen Exil-Kubanern (und könnte 2012 für einen Senatssitz in Washington antreten). Der konservative Alpha-Blogger und Jura-Professor Glen Raynolds nennt das Scheitern der Invasion gar eine der great human tragedies. Das Thema ist wie die Atombombe zu kontrovers für dieses bescheidene Blog.

  • Zum Krieg gegen Japan, wenn wir bei der Bombe sind: Das Geschichtsblog von Stefan Sasse befasst sich mit dem Pazifik-Krieg. Im Gegensatz zu diesem Blog wird auf die größeren Zusammenhänge eingegangen (und es gibt Fotos). Er erwähnt auch einen Punkt, der sonst gerne untergeht (Hervorhebung hinzugefügt):

    Während weder Japan noch Deutschland in der Lage waren, auch nur annähernd mit der amerikanischen Breitenrüstung auf ihrem jeweiligen Kriegsschauplatz mitzuhalten und die materielle und personelle Überlegenheit der Alliierten täglich wuchs, rüsteten die USA ihre Gegner nicht nur an zwei Kriegsschauplätzen gleichzeitig nieder und führten eigene Offensiven durch (…) sondern hielten gleichzeitig eine Wirtschaft in den Vereinigten Staaten selbst aktiv, die der Bevölkerung ein weitgehendes Halten des eigenen Lebensstandards ermöglichte

    Dass der Zweite Weltkrieg wesentlich geringere Entbehrungen von der US-Zivilbevölkerung forderte, legte die Grundlage für eine ganze Reihe von Entwicklungen wie den, äh, “Vorsprung” der Amerikaner bei der Volksverfettung. — Übrigens beruhigt es diesen Autor, dass sich auch andere Blogger mit conspiracy nuts herumschlagen müssen.

  • Zu 36-24-36: Der interessierte Leser SB weist auf das Lied “Brick House” von den Commodores hin (und einer Cover-Version von Rod Zombie [YouTube]). Wer sich fragt, warum hier eine Frau mit einem Haus aus Ziegelsteinen verglichen wird: In der Umgangssprache sind beide stacked, also “gestapelt”.
  • Zu Tierkot in der englischen Sprache, während wir bei nützlichen Wörtern sind: Der Autor Paul Collins von Slate befasst sich ausführlich mit der Geschichte des Begriffs shit-faced:

    In my more hopeful moments, I like to think that drunken frat brothers everywhere are quoting Beat poetry to each other. It would be a fine vindication of our educational system.

    Offenbar reichen die Wurzeln ins 17. Jahrhundert zurück.

  • Zu Zen als Werbebegriff: Bei einem Gastronomie-Kritiker der New York Times gibt es Sam Sifton’s moments of zen [sic]. Ironisch ist natürlich, dass die Sinneslust im Buddhismus als erstes der fünf Hindernisse für die Meditation genannt wird. Da bleibt dieser Autor doch lieber bei GlaDOS’ Kuchen – und natürlich dem der Schönsten Germanin.
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