ZEUGS: Die USA sollen weiß werden, Obamas Morde und die Stargate-Synchro

April 25, 2009

Da der pädagogische Gemüsegarten im Moment eher eine Einladung zur Wasserschlacht ist, macht dieser Autor mit Kind Nummer Eins Experimente zum Thema Solarenergie. Dazu wurde eine Wasserflasche schwarz und eine andere weiß gespritzt und beide in die Sonne gesetzt. Und siehe da: Das Wasser in der schwarzen Flasche war am Abend wärmer, sehr viel wärmer sogar.

Allerdings gibt es auch hier einen fragwürdigen Aspekt: Der Nachwuchs kann jetzt mit einer Spraydose umgehen. Oops.

  • Zum Energieverbrauch: Wie auch immer – eine einfache Lösung, den Energieverbrauch von Klimaanlagen zu senken, besteht darin, das Dach des zugehörigen Hauses weiß zu streichen. Befürworter halten das für effektiver als Solarzellen im Kampf gegen die Klimaerwärmung:

    [F]or the same $1,000 investment you could buy one square meter of photovoltaic cells, or cover 2,000 square meters with white paint. It would take more than 2,000 times 25 days, or about a century, for the CO2 mitigation from $1,000 of solar panels to catch up with the albedo increase of a large painted roof!

    (Albedo ist ein Maß für die Reflexionsfähigkeit von Gegenständen) Entsprechend fragen jetzt einige Leute, warum der Kongress nicht etwas Geld für weiße Farbe locker macht, wenn er es schon mit vollen Händen ausgibt. Für eine Milliarde Dollar, so das Argument, kriegt man sehr, sehr viele Farbeimer.

  • Zur Meinungsfreiheit und Prominenten: Ein kritischer Bericht über die Zurückhaltung der US-Medien nach dem von Präsident Barack Obama verübten Doppelmord zeigt wieder, was erlaubt ist. Wie, nichts von der brutalen Bluttat gehört? Kein Wunder:

    So far, the president’s double-homicide has not been covered by any major news outlets. The only two mentions of the heinous tragedy have been a 100-word blurb on the Associated Press wire and an obituary on page E7 of this week’s edition of the Lake County Examiner.

    Vielleicht sollten wir erwähnen, dass der Bericht in der Satirezeitung The Onion erschien, wo ihn der interessierte Leser DKS entdeckte. Interessant ist, dass es gar nicht um Obama selbst geht, sondern die Presse für ihre “Hofberichterstattung” angegriffen wird. Der Präsident der USA muss sich trotzdem gefallen lassen, als geisteskranker und blutdurstiger Mörder dargestellt zu werden, der “die Schatten schreien hört”.

  • Zur Meinungsfreiheit, ein Link aus der Restekammer: Während der Bush-Ära gab es die Behauptung, es sei in den USA verboten, Särge von Soldaten zu fotografieren. Wir verweisen als Gegenbeispiel auf eine Text- und Fotostrecke zur Beisetzung von

    Lance Corporal Robert T. Mininger, 21, of Sellersville, Pennsylvania, [who] died June 6, 2005, from wounds received as a result of an explosion while conducting combat operations against enemy forces in Fallujah, Iraq.

    Man beachte am Ende die Fotos des Gunnery Sergeant, der vor den trauernden Eltern kniet, sowie die Bilder von der erschütterten Freundin und dem weinenden Bruder (die alle mit vollem Namen genannt werden). Allein diese private Website enthält seitenweise Berichte über getötete US-Soldaten, mit Fotos, auf deren Grabsteinen immer wieder drei Worte zu lesen sind: Operation Iraqi Freedom. Auch die Briten berichten offen und mit Fotos der Angehörigen über Militärbegräbnisse. Angelsachsen verstehen nicht, warum Bundeswehrsoldaten dagegen “heimlich” beigesetzt werden und wittern ihrerseits Zensur.

  • Zu Namensschildern bei Polizisten, wenn wir bei den Briten sind: Der Londoner Polizei wurde nach dem G-20-Gipfel (unter anderem) vorgeworfen, ihre “Erkennungsmarken” versteckt zu haben. Die Polizeiaufsicht IPCC ist erbost (Übersetzung von Spiegel Online):

    Das ist nicht hinnehmbar. Es geht darum, Diener zu sein, nicht Herrscher.

    Das ist etwas drastischer, als wir es formuliert haben, aber gut, die Briten haben halt immer noch eine Monarchie.

  • Zu den Kommata in Überschriften: Sebastian Heiser von der “taz” hat eine Erklärung für den deutschen Komma-Mangel: Deutsche Überschriften seien meist keine ganzen Sätze. Erstaunlich, wer alles dieses Blog liest (grins).
  • Zum Wizard of Oz, weil was wäre ein Zeugs-Beitrag ohne Kansas: Der interessierte Leser K verweist auf das deutsche Stargate Wiki, wo es einen ganzen Eintrag zu den Anspielungen gibt und wie die Synchronisation damit klar gekommen ist. Eher schlecht, offenbar.
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