ZEUGS: Bücher, Flaggen und Dinge für den Arsch

August 2, 2007

Es fällt auf, dass die ZEUGS-Einträge immer länger werden. Da wir im Moment ohnehin eine Phase mit längeren Texten haben, legen wir jetzt eine Grenze von sieben oder acht Punkten für diese Einträge fest.

  • Zu Büchern: Es gibt natürlich sehr viel mehr zum amerikanischen Büchermarkt zu sagen, was wir in Stücken nachholen werden. Universitätsbuchhandlung wären zum Beispiel ein Thema: Die Bücher dort sind oft von der Mehrwertsteuer befreit (in Großbritannien werden Bücher offenbar gar nicht versteuert) und sie waren zum Teil ein Symbol für die Macht der Studenten.
  • Zu Steuern, wenn wir schon davon reden: Die Souveränität der Indianer-Nationen bedeutet auch, dass die Bundesstaaten keine Einkommensteuer von den Stammesmitgliedern erheben dürfen, wenn sie nur dort arbeiten: States are without power to tax the reservation income of tribal members domiciled on the tribe’s reservation. Der Anlass, das hier zu erwähnen, ist dass der nächste Eintrag endlich die Indianer-Serie fortsetzen wird.
  • Zur Flagge: Das Pew-Institut hat eine Umfrage zu Patriotismus in den USA veröffentlicht. Wie jedes Jahr seit 1987 bezeichnen sich 90 Prozent der Amerikaner als “sehr patriotisch”. Nur (also, “nur”) 62 Prozent der Befragten haben zu Hause die Flagge ausgestellt – im Jahr nach den Anschlägen vom 11. September 2001 lag der Anteil bei 75 Prozent. Für Deutsche vielleicht unerwartet: Die Neigung zu den Stars and Stripes ist bei Gebildeten höher als bei Ungebildeten.
  • Zur Präsidentenwahl: Spiegel ONLINE ist aufgefallen, dass jede Menge Spinner Präsident der USA werden wollen (und es theoretisch könnten). Wir fügen hinzu, dass viele Amerikaner nach 230 Jahren jetzt ganz andere Kandidaten haben wollen – und dass die nächste Generation auch schon ihre Leute in Stellung bringt.
  • Zu Vornamen und andere Sitten im täglichen Umgang: Die “Süddeutsche Zeitung” hat einen Artikel des Iren James McCabe im Netz über Small Talk, das böse Wort no und die phrasal verbs, die bei Buffy ja abgehackt waren. In dem Text kommt der wunderbare Begriff des Repetitive Handshake Syndrome vor, den dieser Autor leider nicht kannte, als er seinen Eintrag schrieb.
  • Zur Amtssprache: Wir hatten erwähnt, dass es auf Bundesebene so etwas in den USA nicht gibt. Auf einer Karte können wir sehen, welche Bundesstaaten entsprechende Gesetze haben. Die Site gehört zu einer Organisation, die an die unifying role of the English language in the United States glaubt. Gegründet wurde sie von einem Senator mit dem guten amerikanischen Namen Samuel Ichiye Hayakawa.
  • Zur Religion und Staat: Erstmals wurde das Eröffnungsgebet im Senat von einem Hindu gesprochen, was leider nicht glatt lief: Radikale Christen störten die Zerimonie. Der Link enthält das Video dazu.
  • Zur Meinungsfreiheit: Was kann man in den USA noch alles mit Prominenten machen? Man kann sie sich – nun, ehrlich gesagt hat dieser Autor nicht ganz verstanden, was man mit diesen Geräten eigentlich machen soll und insbesondere nicht, warum eins davon im Dunkeln leuchtet (nicht unbedingt der Link für jeden Arbeitsplatz).

(Danke an DKS für den Link zum University of Michigan bookstore)

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